Begründung |
| zu B VI | Kultur und Sozialwesen |
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= Ziel = Grundsatz |
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| G | Eine auf Nachhaltigkeit angelegte räumliche Entwicklung verlangt den Ausgleich ökologischer und ökonomischer Belange mit den sozialen Erfordernissen. Wenn soziale Aspekte auch in die Aussagen anderer Kapitel bereits eingeflossen sind, so sind dennoch soziale Standards und Entwicklungstrends zumindest qualitativ in den Regionalplan aufzunehmen, um künftigen Generationen einen attraktiven Lebensraum auch außerhalb von Verdichtungsräumen zu erhalten und um die Charakteristika der Region zu bewahren.
Dabei soll sich der Einzelne in der Gemeinschaft frei entfalten können. Dazu bedarf es neben der Erhaltung der Gesundheit eines Ausbaus der Jugend-, Frauen- und Familienhilfe, so dass u.a. jungen Menschen eine gute Erziehung und Ausbildung zu einer selbständigen Persönlichkeit und alten Menschen neben der Hilfe zur Selbsthilfe vor allem der Erhalt einer Integration in die Gemeinschaft ermöglicht wird. Die Einbindung in den sozialen Raum bedeutet immer auch ein Bezug zur Tradition. Ihre gemeinschaftsstiftende Funktion sollte den sich wandelnden Notwendigkeiten angepasst werden. |
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| zu 2 | G | Durch eine auf die Dauer nicht auszuschließende Abnahme der Bevölkerung besteht die Gefahr, dass sich die Nachfrage nach Dienstleistungen der Bildung, der Kultur und des Sozialen verringern wird. Die Reduzierung dieser Infrastruktureinrichtungen ist deshalb zu befürchten. Damit verbunden wäre jedoch eine Verschlechterung der Standortqualitäten der jeweiligen Teilräume der Region, was in einem nächsten Schritt eine Abwanderung der Bevölkerung in attraktivere Räume zur Folge haben könnte. Es ist deshalb notwendig, die für einen attraktiven Raum erforderlichen Einrichtungen weiterhin den Bedürfnissen der Bevölkerung entsprechend vorzuhalten, so dass gleichwertige Lebensbedingungen auch in weniger bevölkerungsreichen Räumen erhalten werden. Darüber hinaus hängt die Lebensqualität der Region auch wesentlich von ihrem kulturellen Verständnis ab. In ihrer Kultur finden die Menschen die Möglichkeit, sich mit ihren existenziellen Fragen auseinanderzusetzen und ihre gesellschaftliche Situation zu reflektieren.
Zurzeit kann von einer grundsätzlich ausreichenden Versorgung ausgegangen werden. "Angebote" bezieht sich nicht nur darauf, stationäre Einrichtungen zu schaffen, sondern z.B. auch Bildungsinhalte in jeder Gemeinde zu vermitteln. |
| Der Bereitstellung einer dauerhaften Versorgung der Bevölkerung mit notwendigen Angeboten und Einrichtungen ist Vorzug gegenüber Auslastungserfordernissen einzuräumen.
Anzahl und Größe von Einrichtungen richten sich nach Häufigkeit und Intensität ihrer Inanspruchnahme. Es sollen jedoch zumindest errichtet bzw. erhalten werden (wenn an anderer Stelle in diesem Kapitel keine weitergehenden Aussagen gemacht werden):
Die Aufzählung umfasst einen Mindestkanon, kann allerdings nicht vollständig sein, da im Laufe der Zeit weitere Bedürfnisse und Notwendigkeiten hinzukommen werden. Die Einzugsbereiche überörtlicher sozialer Einrichtungen sollen sich so weit wie möglich an den Verflechtungsbereichen der jeweiligen zentralen Orte orientieren, um vor allem Fahrten bündeln und unnötige Fahrten vermeiden zu können sowie Synergieeffekte zu ermöglichen. |
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| zu 3 | Bildung und Kultur |
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| zu 3.1 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| zu 3.1.1 | G | Nachhaltige Erziehung und Bildung haben in erster Linie die Aufgabe, junge Menschen zu fördern. Dabei kommt der Familie, den pädagogischen Einrichtungen und dem Unterricht eine zentrale Bedeutung zu. Frühzeitige und ausreichende Förderung hilft den Betroffenen und erspart der Gesellschaft langfristig erhebliche (soziale) Kosten.
Zur Jugendhilfe zählen u.a. Kindergärten, Kinderhorte, Tagespflege, Jugend(sozial)arbeit, Eltern- und Familienbildung, Jugendzentren, Erziehungsberatung, sozialpädagogische Familienhilfe, heilpädagogische Tagesstätten, Vollzeitpflege. In Zeiten, in denen der dynamische Wandel einen Dauerzustand darstellt und häufig die Notwendigkeit besteht, dass beide Elternteile zum Einkommen betragen müssen, sind Familien – zumal häufig Arbeitslose und Alleinerziehende – auf beratende und unterstützende Hilfe angewiesen. Zwar ist die Familie nach wie vor der Bereich, an dem Kinder und Jugendliche Geborgenheit erfahren, an dem sie zur eigenverantwortlichen Persönlichkeit heranreifen und an dem sie soziales Verhalten und Lebenskompetenz vermittelt bekommen, aber die Einflüsse aus dem Umfeld sind komplexer geworden und für viele Eltern nicht mehr zu bewältigen. Die Einrichtungen der Jugendhilfe müssen deshalb wohnortsnah verfügbar sein. |
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| zu 3.1.2 | Z | Um dem Auftrag gerecht zu werden, in allen Teilen des Landes gleichwertige Lebens- und Arbeitsbedingungen zu schaffen, ist es unumgänglich, Einrichtungen für die Betreuung von Kindern in ausreichendem Maße bereit zu stellen und zu erhalten. Dazu dienen vor allem Kindergärten. Um zumindest die kleinen Kinder in ihren unmittelbaren örtlichen Lebensbereich in erreichbarer Entfernung sozial einzubinden, sind die entsprechenden Einrichtungen in allen Gemeinden erforderlich. Große Entfernungen sind kleinen Kindern nicht zuzumuten. Die Entlastung der Frauen, häufig auch in unvollständigen Familien, trägt dazu bei, gerade in dünn besiedelten Gebieten der Abwanderung entgegen zu wirken. Die Ausstattung mit Kindergärten liegt in der Region Ingolstadt im bayerischen Durchschnitt.
Die Kinder- und Jugendbetreuung wird durch ein vielfältiges Angebot gekennzeichnet sein müssen, da vor allem Jugendliche eine Vielzahl von Belastungen wie Schulstress, berufliche Herausforderungen oder Veränderungen in der Familie bewältigen müssen, ohne häufig in der Familie den nötigen Rückhalt zu finden. Gerade in sozial benachteiligten Wohngebieten und in sozialen Brennpunkten ist ein erhöhtes Angebot erforderlich. |
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| zu 3.1.3 | Z | Um eine wohnortnahe Versorgung auch bei langfristig zu erwartender geringer Bevölkerungszahl im Rahmen der allgemeinen Schulpflicht zu gewährleisten und damit gleichwertige Lebensbedingungen in der gesamten Region zu erhalten, sollen diese Schultypen in allen Orten erhalten werden. Das gilt in jedem Fall, wenn ausreichend Schüler vorhanden sind.
Dabei erfordern insbesondere Hauptschulen, in denen u.a. Praxisklassen eingerichtet sind, eine besondere Ausstattung, um den steigenden Anforderungen an den Übergang in das Berufsleben gerecht zu werden. Diese Ausstattung ist allerdings häufig nur in gut gegliederten Hauptschulen möglich, so dass der Fortbestand nicht jeder Hauptschule gewährleistet ist. Die sinkende Zahl der Schüler trifft auch die Teilhauptschulen . Um jedoch in zumutbarer Nähe weiterhin gerade die betroffenen jüngeren Jahrgänge (5. und 6. Klassen) unterrichten zu können und im gemeindlichen Verband zu erhalten, ist der Erhalt dieses Schultyps bei ausreichenden Schülerzahlen zu fordern, zumal sich die Übertrittquoten ins Gymnasium und in die Realschule derzeit (2005) nicht unwesentlich verringert haben und der Unterricht in kleinen Klassen - wie die Pisa-Studien belegen – pädagogisch erfolgreich ist. Der Erhalt ist vor allem in Gebieten erforderlich, die strukturschwächer sind. Die Errichtung und der Erhalt von Realschulen ist gerade im ländlichen Raum ein wichtiges Anliegen, um das vorhandene Bildungspotenzial stärker fördern zu können und um der neuen fachlichen Entwicklung Rechnung zu tragen, die praxisorientierter ausgerichtet ist. Erst im Oktober 2004 wurde der Grundstein für die Realschule Kösching gelegt. Inzwischen liegt der Anteil der Realschüler an allen Schülern der 8. Jahrgangsstufe in der Region über dem bayerischen Durchschnitt. Der Anteil der Gymnasialschüler an allen Schülern der 8. Jahrgangsstufe in der Region liegt nicht unwesentlich unter dem bayerischen Durchschnitt (23,9 zu 27,7). Er liegt damit sogar noch unter dem „überwiegend strukturschwacher Regionen“ mit 24,4 (15. Raumordnungsbericht). Deshalb zeichnet sich hier ein Nachholbedarf ab. |
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| zu 3.1.4 | G | In der Region Ingolstadt zeigte 2002 z.B. der Anteil der Schüler in Volksschulen zur sonderpädagogischen Förderung an den Schülern der 8. Jahrgangsstufe aller Schüler insgesamt mit 2,9 den niedrigsten Wert aller Planungsregionen (Bayerischer Durchschnitt bei 4,5). Durch Umstrukturierungsmaßnahmen zur individuellen Lernförderung soll der neuen fachlichen Entwicklung Rechnung getragen werden. Dabei sollen mehr behinderte Kinder und Jugendliche künftig an Regelschulen unterrichtet werden. Die Regelschulen sollen vermehrt behindertengerecht ausgebaut werden. |
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| zu 3.1.5 | G | Um die hohe Qualität der beruflichen Ausbildung zu sichern, ist es erforderlich, die Berufsschulen bedarfsgerecht weiter zu entwickeln, so dass das vielfältige schulische Angebot in der Region in regionalen Zentren mit einem bestimmten Profil gebündelt werden. Aufgrund der Voraussetzungen kommen aufgrund der beabsichtigten Clusterbildung um das Auto und ggf. in der Luftfahrt (Ingolstadt/Manching) diese Schwerpunkte in Frage. |
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| zu 3.1.6 | Z | Die Katholische Universität wurde 1980 als katholische Universität Eichstätt errichtet. Nach Einrichtung der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät in Ingolstadt führt sie den Namenszusatz Ingolstadt (2001). In 8 Fakultäten werden mehr als 40 Studienfächer angeboten. Sie hat gegenwärtig rd. 4.800 Studierende. Das Betreuungsverhältnis von etwa 1:12 gestattet einen sehr persönlichen Lehrbetrieb. Die Universität Eichstätt ist die einzige Katholische Universität Deutschlands. Besondere Bedeutung hat die Zusammenarbeit der Disziplinen und eine Offenheit, die auch Grundlage für einen Dialog mit anderen Religionen ist. Die Universität will eine akademische Gemeinschaft sein, die Fachwissen und soziale Kompetenz gleichermaßen vermittelt.
Die Fachhochschule Ingolstadt ist 1994 gegründet worden. Sie ist eine Hochschule für Technik und Wirtschaft. Als Studiengänge werden angeboten: Betriebswirtschaft, Elektro- und Informationstechnik, Informatik, Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen und International Project Management. Derzeit studieren knapp 2.000 angehende Betriebswirte, Ingenieure und Informatiker an der Fachhochschule trotz nur vorhandener 1.000 Studienplätze. Seit November 2004 wird der Masterstudiengang "IT Management and Information Systems" angeboten. Dies ist ein Projekt zwischen den Fachhochschulen Ansbach, Deggendorf und Ingolstadt. Außerdem werden an der Fachhochschule die Masterstudiengänge „International Automotive Engeneering“, „Personal-/Organisationsentwicklung“, „Applied Computational Mechanics“ sowie der Bachelorstudiengang „Internationales Management“ angeboten. Die Fachhochschule hat sich ein anwendungsbezogenes Profil erarbeitet, das der Stärkung der regionalen Wirtschaft dient. Fachhochschule und Universität tragen wesentlich dazu bei, das Bildungsangebot in der Region zu verbessern und u.a. durch einen marktorientierten Technologie- und Wissenstransfer die Clusterbildung in der Region auszubauen (vgl. auch zu 3.1.7). Sie verbessern das Bildungsangebot in der Region und werten die Region als Wissenschaftsstandort und in ihrem Bekanntheitsgrad auf. Beide sind zudem auch ein nicht unwesentlicher Wirtschaftsfaktor. |
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| zu 3.1.7 | G | Der Wirtschaftsraum Südbayern ist wie kein zweiter in Deutschland geprägt von einer hohen wirtschaftlichen Dynamik gepaart mit einer großen Anzahl wissenschaftlicher Einrichtungen bei hoher Qualität. Dabei ist die Region Ingolstadt zwar wirtschaftlich stark und dynamisch, neben der Universität und der Fachhochschule fehlen allerdings – im Vergleich zu anderen Standorten in Südbayern – eigenständige Forschungseinrichtungen wie etwa die des Max- Plank-Instituts oder der Fraunhofer-Gesellschaft. Solche Einrichtungen sind jedoch erforderlich, um eine eigenständige, sich selbst tragende Entwicklung zu gewährleisten. Dabei geht es darum, die vorhandenen wissenschaftlich-technologischen Kompetenzen der Region zu bündeln und auszubauen – und damit dauerhaft innovative, wettbewerbsfähige Cluster zu schaffen. Sie entstehen dort, wo sich Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft, Bildung, Verwaltung und Politik zusammenschließen, um die Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit ihrer Region zu erhöhen. Sie definieren den inhaltlichen Schwerpunkt ihres Bündnisses ausgehend vom Wirtschafts- und Forschungsprofil, von den Traditionen und den vorhandenen Fachkräften ihrer Region schaffen Technologietransferstellen und Technologie- und Gründerzentren. Dabei sollte ein eigenes Profil geschaffen werden. Indikator für eine dauerhafte, sich selbst tragende Entwicklung sind Patentanmeldungen. Dabei korreliert die Zahl der Beschäftigten der Wirtschaft in Forschung und Entwicklung hoch mit der Zahl der Patentanmeldungen der Wirtschaft (r=0,93; Patentatlas Deutschland 2002, S.33). Es muss also Aufgabe in der Region sein, den Anteil der Beschäftigten der Wirtschaft in Forschung und Entwicklung zu erhöhen. Die Region Ingolstadt ist bisher relativ stark im Maschinenbau und im Bereich Fahrzeuge, Schiffe, Flugzeuge vertreten. |
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| zu 3.1.8 | G | In der Region sind 6 Volkshochschulen eingerichtet: Beilngries, Eichstätt, Ingolstadt, Neuburg a.d.Donau, Pfaffenhofen a.d.Ilm und Schrobenhausen. Die gewachsenen Anforderungen und Veränderungen in unserer Gesellschaft, lebenslang zu lernen, erfordern neue Anstrengungen bei der modernen Erwachsenenbildung. Deshalb ist zum einen der Aufbau von Bildungsnetzwerken, in die die bildungsrelevanten Institutionen der Region eingebunden sind, geboten, um das Bildungsangebot qualitativ und quantitativ zu verbessern. Zum andern ist es gerade im ländlichen Raum erforderlich, die Bildungsmöglichkeiten dezentral anzubieten, wie z.B. die Kreisvolkshochschule Pfaffenhofen a.d.Ilm. Für die Erwachsenbildung im ländlichen Raum kommt auch dem Bildungswerk des Bayerischen Bauernverbandes mit über 18.000 Teilnehmern im Jahr wesentliche Bedeutung zu. Die oberste Maxime ist, Hilfe zur Selbsthilfe vor Ort anzubieten. |
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| zu 3.1.9 | G | Neben der Sicherung der Grundversorgung in der Region muss die Versorgung mit Bibliotheken auch beim gehobenen Bedarf gewährleistet werden, um Angesichts des stetigen und raschen Wandels in der Gesellschaft ein breites Bildungsangebot zu gewährleisten.
Bibliotheken im Bibliotheks-Verbund Bayern sind neben denen der Universität Eichstätt-Ingolstadt und der Fachhochschule Ingolstadt die Bibliotheken in Ingolstadt (wissenschaftliche Stadtbibliothek) und Neuburg a.d.Donau (staatlich) und des Bayerischen Armeemuseums Ingolstadt.
Neben dem gezielten Aufbau von Bibliotheken zu leistungsfähigen Einrichtungen in den zentralen Orten soll die Versorgung in dünn besiedelten Teilen der Region auch durch Vernetzung von Bibliotheken und verstärkte Kooperation beim Bestandsaufbau verbessert werden. Um die Leistungsfähigkeit und Attraktivität der bestehenden Einrichtungen zu steigern, sollten neben Literatur verstärkt digitale und audiovisuelle Medien angeboten werden. Dabei kann die Nähe zu München mit seinen vielfältigen Bibliotheken genutzt werden. |
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| zu 3.1.10
| Z | Eine gute Ausstattung mit Sportstätten dient der Gesundheitsvorsorge und trägt zur Verbesserung des Zusammenlebens z.B. in Vereinen bei. |
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| zu 3.2 | G | Der Erhalt des Brauchtums ist Teil des Lebens in der Region. Die Pflege des Kulturgutes ist selbstverständliche Verpflichtung. Die Ortsvereine tragen die Heimatpflege ganz wesentlich, sichern die überlieferten Kulturgüter und beleben das Brauchtum.
Von besonderer Bedeutung sind u.a. das Theater Ingolstadt oder die Musikschulen, vor allem in den Mittelzentren.
Neben der Volksmusik haben Veranstaltungen klassischer Musik, wie den "Sommerkonzerten zwischen Altmühl und Donau", sowie Aktivitäten im Bereich moderner Musik überregional an Bedeutung gewonnen. Zahlreiche Künstler und Wissenschaftler sind in der Region ansässig, so dass neben dem Brauchtum die Moderne vielfältig vertreten ist. Kulturelle Tradition und zeitgenössische Kunst können sich auf diese Weise befruchten. Die Voraussetzungen dafür können in der Region durch Ausstellungen, die Bereitstellung von Räumlichkeiten oder Förderung erhalten und geschaffen werden. |
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| zu 3.3 | Z | Museen
Nicht unwesentliche Teile des kulturellen Erbes der Region finden sich in den Museen. Sie sind die kollektiven Gedächtnisse der Gesellschaft, dienen in hohem Maße der lokalen und regionalen Identitätsstiftung, der Erinnerung und Reflexion und sind zugleich Spiegel, in denen die Gesellschaft über sich selbst reflektiert. Die im Ziel genannten regional bedeutsamen Museen repräsentieren die wesentlichsten musealen Einrichtungen in den Landkreisen der Region und der Stadt Ingolstadt. |
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Die bestehenden und einzurichtenden Museen der Region insgesamt spiegeln die kulturelle Vielfalt und Geschichte des Raumes wieder: |
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Landkreis Eichstätt |
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Landkreis Neuburg-Schrobenhausen |
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Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm |
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Die finanziellen Aufwendungen durch Gemeinden, Landkreise, den Bezirk, Stiftungen oder Vereine als Museumsträger sind beachtlich, aber für die kleinen nichtstaatlichen Museen noch nicht ausreichend. Diese Museen sind teilweise unzulänglich mit Personal und Sachmitteln ausgestattet. Eine Förderung ist deshalb unerlässlich. Sie betrifft auch den Ausbau und den Erhalt der Museen. |
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| zu 3.4
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G | Die Region ist mit charakteristischen und wertvollen historischen Denkmälern reich ausgestattet: wie den ländlichen Siedlungsstrukturen, den historischen Hof- und Hausformen, dem Typ der Jurahäuser oder den Straßendörfern des Donaumooses.
Der Anstieg des Flächenbedarfs für Wohn-, Gewerbe- und Verkehrsnutzung gefährdet und dezimiert die Bodendenkmäler. Viele Bodendenkmäler sind nicht zu erhalten, aber es ist von Wichtigkeit, die Bodenfunde als unwiederbringliche Zeugen der regionalen Kultur rechtzeitig und möglichst vollständig zu bergen. Auch der Römische Limes gehört zu den Bodendenkmälern. Im Juli 2005 ist er in die UNESCO-Liste des Welterbes der Menschheit aufgenommen worden. Gleichzeitig ist er eine Touristenattraktion.
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| zu 4 | Sozialwesen |
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| zu 4.1 | G | Die sozialpflegerischen Einrichtungen sind sehr vielfältig, um den unterschiedlichen Ansprüchen und Notwendigkeiten gerecht zu werden. Aufgrund der Verschiedenartigkeit der erforderlichen und gewünschten Hilfsleistungen hat sich eine Vielzahl verschiedener Dienste entfaltet: Als ambulante Pflegedienste umfassen sie Sozialstationen, Stationen der Krankenpflege, der Haus- und Familienpflege, der Dorfhelferinnen oder auch Nachbarschaftshilfen mit unterschiedlichen Einzugsbereichen.
Den geistig und körperlich Behinderten soll neben der ärztlichen Versorgung durch geeignete Maßnahmen bei ihrer Eingliederung in Gesellschaft und Beruf möglichst ortsnah geholfen werden. Durch die gestiegene Lebenserwartung und die längere Verweilen älterer Menschen in ihrer gewohnten Umgebung sind die Maßnahmen zur Hilfe Älterer immer dringlicher geworden. Dabei soll es den alten Menschen trotz disperser Siedlungsstruktur ermöglicht werden, solange wie möglich ein aktives und selbständiges Leben möglichst in gewohnter Umgebung führen zu können. |
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Unabhängig davon liegt das Angebot an Heimplätzen für alte Menschen in der Region unter dem bayerischen Durchschnitt: |
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| zu 4.2 | G | Nicht zuletzt aufgrund des schnellen und anhaltenden medizinisch-technischen Fortschritts ist es schwierig, langfristige Aussagen zur Krankenhausplanung zu machen.
Standorte für Krankenhäuser sind die jeweiligen Kreisstädte bzw. Mittelzentren. Das Bettenangebot in den Krankenhäusern der Region macht deutlich, dass es nicht unerheblich unter dem des bayerischen Durchschnitts liegt: |
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| Diese unzureichende Situation zu verändern, ist außerdem deshalb erforderlich, weil die Bevölkerung in der Region weiterhin seit Jahren zunimmt. Die jährliche Bevölkerungsveränderung zwischen 1993-2003 lag bei 1,0 Prozent in der Region Ingolstadt gegenüber 0,5 in Bayern. 2002-2003 lag die Bevölkerungsentwicklung mit 0,6 Prozentpunkten doppelt so hoch wie in Bayern mit 0,3. Auch bei der Prognose bis 2020 liegt die Region Ingolstadt bei 0,5, Bayern bei 0,1 Prozent (Mittlere jährliche Veränderung).
Die Standorte der stationären Psychiatrie werden zunehmend dezentralisiert, indem die zentralen Einrichtungen verkleinert und an vielen Allgemeinkrankenhäusern psychiatrische Abteilungen eingerichtet wurden. Das Ziel einer vollständigen stationären bzw. teilstationären psychiatrischen Versorgung auf Landkreis- und Gemeindeebene ist allerdings noch nicht erreicht. Durch die Zunahme u.a. der Zahl der suchtkranken Jugendlichen oder der Betreuung alter Menschen wird die Entwicklung auch in absehbarer Zeit nicht abgeschlossen sein. Daneben ermöglichen es ambulante Dienste sowie verschiedene Wohnformen den psychisch Kranken, außerhalb stationärer Einrichtungen ein weitgehend eigenständiges Leben zu führen. Bei der Ausstattung mit Allgemein- und Zahnärzten sowie Apotheken liegt die Region im Vergleich zum Durchschnitt Bayerns nicht unwesentlich unter den Durchschnitt: |
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| Auch der zu erwartende Bevölkerungszuwachs (siehe oben) macht es notwendig, die Versorgungssituation zu verbessern. |
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| Die Versorgung der Region mit Gesundheitseinrichtungen trägt dazu bei, gleichwertige Lebensbedingungen innerhalb der Region zu schaffen. Die ambulante ärztliche Versorgung trägt zur Erfüllung der Versorgungsaufgaben der zentralen Orte bei. Dabei sind für Kleinzentren zumindest ein Allgemeinarzt, ein Facharzt und ein Zahnarzt vorgesehen (vgl. Begründung zu LEP A III 2.1 [*1]). |
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| Der Bestand einer Apotheke ist bereits Voraussetzung für die Einstufung als Kleinzentrum (vgl. Begründung zu LEP A III 2.1 [*1]). | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| vgl. LEP 2006 Anhang 4 zu A II 2.1 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||







